Mit zusätzlichen Dialog-Displays („Smileys“) hat die Stadt im Jahr 2025 einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geleistet. Die insgesamt elf neuen Anlagen konnten im Rahmen eines LEADER-Förderprojekts angeschafft werden und ergänzen die bereits vorhandenen Geschwindigkeitsanzeigen. Ihr Ziel ist es, Verkehrsteilnehmer unmittelbar auf ihre gefahrene Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und so zu einem rücksichtsvollen und sicheren Fahrverhalten beizutragen.
Die nun vorliegende Auswertung der Messungen für das Jahr 2025 zeigt ein insgesamt erwartbares Bild: An einem Teil der überprüften Standorte bewegen sich die gefahrenen Geschwindigkeiten nur geringfügig über den jeweils zulässigen Höchstwerten. Gleichzeitig werden aber auch einige Straßen deutlich als Problemstellen erkennbar. Dort wird die Stadt gemeinsam mit dem Kreis Soest und der Polizei weitere Maßnahmen prüfen oder bereits eingeleitete Schritte konsequent fortführen.
Zu den auffälligsten Messstellen gehört der Blumenweg, wo bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h ein V85-Wert von 49 km/h gemessen wurde. Hier werden bauliche Veränderungen vorgenommen, die zu einer Geschwindigkeitsreduktion beitragen werden. Auch am Waltringer Weg wurde ein erhöhter V85-Wert festgestellt. An der Kreisstraße/Eichstraße lag der V85-Wert bei 61 km/h statt der zulässigen 50 km/h. Für diesen Bereich sind Verkehrsüberwachungen durch den Kreis Soest geplant. Was bedeutet V85-Wert? Dieser Wert verdeutlicht, dass 85 Prozent aller gemessenen Fahrzeuge höchstens mit dieser Geschwindigkeit fahren.
Besonderes Augenmerk richtet die Stadt zudem auf Bereiche mit schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmern. So weist die Antoniusstraße aufgrund ihrer Nähe zu Kita und Schule bei erlaubten 30 km/h einen erhöhten V85-Wert auf. Konkrete Maßnahme: Hier ist ein fester Smiley-Standort eingerichtet worden, um das Geschwindigkeitsniveau dauerhaft zu senken.
Demgegenüber zeigen zahlreiche Messstellen ein positives Bild. So wurde beispielsweise an der Schlesienstraße bei Tempo 30 ein V85-Wert von 33 km/h ermittelt, an der Mönigstraße wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit 30 km/h sogar exakt eingehalten. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass sich eine Mehrheit der Verkehrsteilnehmer verantwortungsbewusst verhält.
Dennoch macht die Auswertung deutlich: Überhöhte Geschwindigkeit ist kein Kavaliersdelikt. Bereits wenige Kilometer pro Stunde können den Anhalteweg deutlich verlängern und die Folgen eines Unfalls erheblich verschärfen. Insbesondere in Wohngebieten sowie im Umfeld von Schulen und Kindertageseinrichtungen stellt zu schnelles Fahren ein vermeidbares Sicherheitsrisiko dar.
„Die Stadt wird die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam mit dem Kreis Soest und der Polizei weiter auswerten. Wo es erforderlich ist, werden zusätzliche Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, bestehende Dialog-Displays versetzt oder weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geprüft“, erläutert die zuständige Abteilungsleiterin Clarissa Stich den weiteren Umgang mit den gewonnenen Daten. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen und das Bewusstsein für die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten nachhaltig zu stärken.
