Wie werden geflüchtete Menschen in Werl untergebracht? (Stand 26.10.2017)

Die Wallfahrtstadt Werl hat sich von Anfang an für ein Teilstandorte-Konzept entschieden, d.h. es wird daraufhin gewirkt, dass die Unterkünfte für geflüchttete Menschen möglichst über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, einschließlich der Ortsteile.

Mit Ausnahme des ehemals zur Overbergschule gehörenden Hauses, welches im Januar 2016 als Gemeinschaftsunterkunft hergerichtet wurde, werden asylsuchende Menschen in Wohnungen ganz unterschiedlicher Größen untergebracht. Dabei wird Familien in der Regel eine eigene Wohnung zugewiesen und alleinstehenden Personen ein Platz in einer Wohngemeinschaft von durchschnittlich 2 - 6 Personen, je nach Wohnungsgröße und möglichst unter Berücksichtigung von Nationalität und Alter.

Die Unterbringung in Wohnungen ermöglicht für den geflüchteten Menschen eine höhere Privatsphäre, fordert gleichzeitig eine höhere Verantwortlichkeit für den genutzten Wohnraum und bietet Einzelpersonen die Möglichkeit einer sozialen Gemeinschaft.

Mit dem Ansatz einer möglichst dezentralen Unterbringung wird die soziale Infrastruktur der Stadt gleichmäßiger genutzt (z.B. Schule, Kindertageseinrichtungen, Arztpraxen, etc.) Die Herausforderungen im Umgang mit der Flüchtlingssituation werden auf "mehrere Schultern" verteilt, was insgesamt zu einer schnelleren und besseren Integration der asylsuchenden Menschen im Wohnquartier, aber auch in der gesamten Stadt mit ihren Angeboten führt.

Wo befinden sich die Flüchtlingsunterkünfte?

Im Werler Norden hat die Wallfahrtsstadt Werl mehrere Wohnungen für die Unterbringung von geflüchteten Einzelpersonen und Familien angemietet.

In Werl Nord-Mitte besitzt die Wallfahrtstadt Werl drei eigene Mehrfamilienhäuser, in welchen die asylsuchenden Menschen zurzeit wohnen.

In der Stadtmitte von Werl sind ganz verstreut viele Wohnungen mit geflüchteten Menschen belegt und auch im ehemaligen Konvikt leben rund 50 von ihnen. Seit Januar 2016 wird auch das zurzeit leerstehende ehemalige zur Overbergschule gehörende Haus für die Unterbringung.

Im Werler Westen hat die Stadt ebenfalls mehrere Wohnungen für geflüchtete Menschen angemietet.

Auch im Südosten Werls besitzt die Wallfahrtstadt Werl zwei eigene Mehrfamilienhäuser, welche vorwiegend Unterkünfte für alleinstehende Personen genutzt werden. Zusätzlich konnte in direkter Nähe weiterer Wohnraum angemietet werden.

In den einzelnen Ortschaften von Werl wurden ebenso Unterbringungsmöglichkeiten gefunden. Hier bieten oft Privatleute Mietwohnraum an oder es wird eine ehemalige Hausmeisterwohnung einer Schule bzw. Wohnraum über einer Kath. Kindertageseinrichtung genutz.

Bislang konnte auch dank der Unterstützung vieler Werler Bürgerinnen und Bürger, die ihren Mietwohnraum zur Verfügung stellen, das Konzept der dezentralen Unterbringung realisiert werden.

Die Stadtverwaltung wird auch weiterhin im Rahmen der Unterbringung von geflüchteten Menschen auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen sein und prüft jeweils vor dem Hintergrund der aktuellen Bedarfslage und der zwingenden Vorgaben (wie z.B. brandschutztechnische Vorgaben) die Möglichkeit der Wohnraumnutzung zur Unterbringung von geflüchteten Menschen.

Wer kümmert sich um die Flüchtlingsunterkünfte und an wen können sich die Anwohnerinnen und Anwohner wenden?

Zum Team rund um die Aufgaben im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema gehören auch 2 Hausmeister, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten insgesamt für die Herrichtung der Unterkünfte und für die Ordnung in und um die Unterkünfte zuständig sind.

Hinweis: Mit "Unterkunft" sind in diesem Zusammenhang die von der Stadtverwaltung angemieteten Mehrfamilienhäuser gemeint und nicht einzeln angemietete und verstreut in Werl liegende Wohnungen für geflüchtete Menschen.

Die Hausmeister suchen die Unterkünfte regelmäßig auf und kontrollieren sie im Hinblick auf notwendige Reparaturen.  Zudem werden die Kontakte mit den Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt, immer wieder auf die Einhaltung der Hausordnung zu verweisen, deren Einhaltung auch überprüft wird. Die Bewohnerinnen und Bewohner wiederum nutzen bei diesen Kontakten oft auch die Gelegenheit, Missverständnisse oder Konflikte mit Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern zu klären.

Wenn Sie sich als Anwohnerin oder Anwohner einer Flüchtlingsunterkunft an die Stadtverwaltung wenden möchten, dann nutzen Sie bitte folgende Kontakte:

Ihre Ansprechpersonen


S. Börger

Tel. 02922 800-5009
Abteilung Soziales
Adresse | Öffnungszeiten |

Bettina Fuhrmann

Tel. 02922 800-2311
Abteilung Recht und Immobilien
Immobilienverwaltung
Adresse | Öffnungszeiten |

C. Vollenberg

Tel. 02922 800-5017
Abteilung Soziales
Adresse | Öffnungszeiten |