2001 - Katholische Propsteikirche St. Walburga in Werl

Die Propsteikirche St. Walburga ist Werls bedeutendstes sakrales Bauwerk. 1179 wird die katholische Propsteikirche erstmals urkundlich erwähnt. Nach 1150 wurde die vorhandene Burgkapelle abgebrochen und durch eine flachgedeckte ottonische Saalkirche mit Querhaus, schmalem Chorjoch, Apsis und Westbau ersetzt. Am Ende des 12. Jahrhunderts wurde in den Westbau, dessen Erdgeschosshalle an allen vier Seiten durch Doppelarkaden geöffnet ist, der Turm gesetzt. Die Gratgewölbe werden von einem reich gegliederten Mittelpfeiler getragen. Der jetzige gotische Hallenkirchenbau mit erhöhtem Mittelschiff wurde in der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts begonnen. Der große, unverändert erhaltene Dachstuhl aus Eichenholz war gegen 1391 fertiggstellt. Die Westfassade wurde 1893 - 1897 in neuromanischen Formen mit einem Abschluss aus wirkungsvollen Blendarkaden instand gesetzt. 1733-1736 wurde die den Turm bekrönende Barockhaube mit schlanker Spitze, die die Silhouette der Stadt prägt, errichtet. Der gesamte Bau besteht aus dem einheimischen Grünsandstein.

Im Innern der Kirche findet man zahlreiche Kunstwerke aus vergangenen Jahrhunderten. Genannt seien hier nur

  • der alte Gerichtsstuhl,

  • der Flügelaltar von Johann tom Ring (um 1600),

  • der Kreuzaltar (13. und 15. Jahrhundert),

  • der Erbsälzeraltar (1594) und

  • der Rosenkranzaltar (1631).