Dürfen geflüchtete Menschen arbeiten, müssen Kinder aus geflüchteten Familien zur Schule?

Die Arbeitserlaubnis ist abhängig vom Aufenthaltsstatus des jeweiligen geflüchteten Menschen. Das von der Ausländerbehörde (Kreis Soest) ausgestellte Ausweisdokument gibt jeweils Aufschluss über die Erlaubnis zur Arbeitsaufnahme.

Bisher durften Asylbewerberinnen und Asylbewerber grundsätzlich nach 3 Monaten mit Zustimmung der Ausländerbehörde und nach Vorrangprüfung durch die Arbeitsagentur arbeiten, nach 15 Monaten reichte die Zustimmung durch die zuständige Ausländerbehörde. Durch das am 31.07.2016 in Kraft getretene Integrationsgesetz wurde die Vorrangprüfung für unsere Region befristet ausgesetz. Somit wird momentan nach 3 Monaten lediglich die Zustimmung durch die Ausländerbehörde benötigt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Nach dem Schulgesetz besteht für jedes Kind zwischen 6-18 Jahren Schulpflicht, damit auch für asylsuchende Kinder und Jugendliche.

Nach der Zuweisung in die Wallfahrtsstadt Werl vereinbart die Stadtverwaltung für das Flüchtlingskind einen Termin mit dem Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Soest. Hier wird im Rahmen eines Interviews und schulischer Tests eine erste Einschätzung im Hinblick auf die sprachlichen und mathematischen Kenntnisse vorgenommen. Dann erfolgt die Anmeldung an einer Schule.