Wie werden geflüchtete Menschen in Werl untergebracht? (Stand 18.01.2016)

Die Wallfahrtstadt Werl hat sich von Anfang an für ein Teilstandorte-Konzept entschieden, d.h. es wird daraufhin gewirkt, dass die Unterkünfte für Flüchtlinge möglichst über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, einschließlich der Ortsteile.

Des Weiteren versucht die Wallfahrtstadt Werl auch weiterhin eine Unterbringung in Sammelunterkünften und auch das Aufstellen von Wohncontainern zu vermeiden.

Mit Ausnahme des ehemals zur Overbergschule gehörenden Hauses, welches im Januar 2016 als Gemeinschaftsunterkunft hergerichtet wird, werden asylsuchende Menschen in Wohnungen ganz unterschiedlicher Größen untergebracht. Dabei wird Familien in der Regel eine eigene Wohnung zugewiesen und alleinstehenden Personen ein Platz in einer (Frauen- oder Männer-)Wohngemeinschaft von durchschnittlich 3-8 Personen, je nach Wohnungsgröße und möglichst unter Berücksichtigung von Nationalität und Alter.

Die Unterbringung in Wohnungen ermöglicht für die Flüchtlinge eine höhere Privatsphäre und gleichzeitig fordert sie eine höhere Verantwortlichkeit für den genutzten Wohnraum und bietet Einzelpersonen die Möglichkeit einer sozialen Gemeinschaft.

Mit dem Ansatz einer möglichst dezentralen Unterbringung wird die soziale Infrastruktur der Stadt gleichmäßiger genutzt (z.B. Schule, Kindertageseinrichtungen, Arztpraxen, etc.), die Herausforderungen im Umgang mit der Flüchtlingssituation werden auf "mehrere Schultern" verteilt, was insgesamt zu einer schnelleren und besseren Integration der asylsuchenden Menschen im Wohnquartier, aber auch in der gesamten Stadt mit ihren Angeboten führt.

Allerdings wird dabei die Einrichtung und Anmietung von Wohnraum für Flüchtlinge auch für die Stadtverwaltung durch die aktuelle Wohnraumsituation gelenkt, d.h. Kapazitäten und Leerstände beeinflussen die Wahl von Standorten für Flüchtlingsunterkünfte.

Wo befinden sich die Flüchtlingsunterkünfte?

Im Werler Norden hat die Wallfahrtsstadt Werl zwei ganze Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien anmieten können und darüberhinaus noch einzelne Wohnungen im Quartier.

In Werl Nord-Mitte besitzt die Wallfahrtstadt Werl drei eigene Mehrfamilienhäuser, in welchen asylsuchenden Menschen zurzeit wohnen.

In der Stadtmitte von Werl sind ganz verstreut viele Wohnungen mit Flüchtlingen belegt und auch im ehemaligen Konvikt leben rund 30-40 Flüchtlinge. Im Januar 2016 wird erstmals auch das zurzeit leerstehende ehemalige zur Overbergschule gehörende Haus für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden (s. Termine, hier: Bürgerinformation)

Im Werler Westen hat die Stadt ebenfalls mehrere Wohnungen für Flüchtlinge anmieten können.

Auch im Südosten Werls besitzt die Wallfahrtstadt Werl zwei eigene Mehrfamilienhäuser, welche als Unterkünfte für Flüchtlinge genutzt werden. Zusätzlich konnte in direkter Nähe weiterer Wohnraum angemietet werden.

In den einzelnen Ortschaften von Werl sind ebenso Flüchtlinge untergebracht. Hier bieten oft Privatleute Mietwohnraum an oder es wird eine ehemalige Hausmeisterwohnung einer Schule bzw. Wohnraum über einer Kath. Kindertageseinrichtung genutzt.

Bislang konnte auch dank der Unterstützung vieler Werler Bürgerinnen und Bürger, die ihren Mietwohnraum zur Verfügung stellen, das Konzept der dezentralen Unterbringung realisiert werden - auch wenn es aufgrund der Gegebenheiten zurzeit im Werler Norden sicherlich einen Schwerpunkt gibt.

Die Stadtverwaltung wird auch weiterhin im Rahmen der Unterbringung von Flüchtlingen auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen sein und prüft jeweils vor dem Hintergrund der aktuellen Bedarfslage und der zwingenden Vorgaben (wie z.B. brandschutztechnische Vorgaben) die Möglichkeit der Wohnraumnutzung zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Wer kümmert sich um die Flüchtlingsunterkünfte und an wen können sich die Anwohnerinnen und Anwohner wenden?

Zum Team rund um die Aufgaben im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema werden ab Februar 2016 auch vier Hausmeister gehören, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten insgesamt für die Herrichtung der Unterkünfte und für die Ordnung in und um die Unterkünfte zuständig sind.

Hinweis: Mit "Unterkunft" sind in diesem Zusammenhang die von der Stadtverwaltung angemieteten Mehrfamilienhäuser gemeint und nicht einzeln angemietete und verstreut in Werl liegende Wohnungen für Flüchtlinge.

Die Flüchtlingsunterkünfte werden in der Regel mindestens einmal täglich aufgesucht und im Hinblick auf notwendige Reparaturen kontrolliert. Zudem werden die Kontakte mit den Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt, immer wieder auf die Einhaltung der Hausordnung zu verweisen, die Einhaltung wird regelmäßig überprüft. Gleichzeitig nutzen die Bewohnerinnen und Bewohner bei diesen Kontakten oft auch die Gelegenheit, Missverständnisse oder Konflikte mit Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern zu klären.

Wenn Sie sich als Anwohnerin oder Anwohner einer Flüchtlingsunterkunft an die Stadtverwaltung wenden möchten, dann nutzen Sie bitte folgende Kontakte:

email hidden; JavaScript is required     Tel.   02922/800-5009
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email hidden; JavaScript is required    Tel.   02922/800-5017