Städt. Museum Am Rykenberg
Wendelin-Leidinger-Haus

Bild des Haus Rykenberg

Inmitten der Werler Altstadt zwischen Volkshochschule und städtischem Jugendzentrum liegt nahe der Propsteikirche das Städtische Museum am Rykenberg, Wendelin-Leidinger-Haus.

Das Gebäude des Museums wurde im 14. Jahrhundert vom "Burgmann von dem Rykenberge" errichtet, der einer der Offiziere der erzbischöflichen Werler Stadtwache war.

Das historische Gebäude schafft ein einprägsames Ambiente für die Darstellung wichtiger Epochen der Werler Stadtgeschichte.

Nach Räumen getrennt sind die verschiedenen Themen aufbereitet und werden mit vorhandenen Ausstellungsstücken dargestellt:

5.000 Jahr alte Steinwerkzeuge und Tonscherben sowie alte Geräte zum Salzsieden sind Zeugnisse der frühen Besiedlung des Werler Gebietes.

Sakrale Kunstwerke und edle kirchliche Gerätschaften sind Zeugnisse einer rund fünfhundert Jahre alten Geschichte von Wallfahrten nach Werl

Ein Modell der Stadt, wie sie sich im 17. Jahrhundert darstellte, und Symbole der städtischen Ordnungsmacht aus dieser Zeit machen das Leben im "alten Werl" anschaulich.

Gemäldesammlungen des 1810 in Werl geborenen und in Deutschland im 19. Jahrhundert berühmt gewesenen Malers Gaudenz von Rustige und des in Werl im zwanzigsten Jahrhundert aktiv gewesenen, regional bekannten Malers Hans Sponnier lassen anhand der Kunstwerke deutlich werden, dass auch bildende Kunst ein kultureller Faktor in Werl gewesen ist.

Die Geschichte Werls als Salzgewinnungsstadt und als Solebadeort wird durch zahlreiche Modelle, Originalstücke, Fotos und Zeichnungen lebendig. Mitglieder der Erbsälzerfamilien, die das Leben und Arbeiten in Werl viele Jahre bestimmt haben, werden in einer Gemäldegalerie gezeigt.

Die Dramatik der im 17. Jahrhundert auch in Werl üblich gewesenen Hexenverfolgungen wird in einem Raum des Museums analysiert, eingeortet und anschaulich dargestellt.
Die wichtigen Einflüsse jüdischer Familien auf Wirtschaft und Gewerbe in Werl zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden in einem gesonderten Raum deutlich gemacht. Die Verbindungen zur Rosenthal-Familie und anderer bekannter Familien werden dargestellt.
Allerdings wird auch die Verfolgung und Vertreibung der jüdischen Familien während der NS-Zeit aufgezeigt. Diese folgenschwere Zeit in Werl wird in einem anderen Zimmer beschrieben durch überlieferte Fotos, Texte und einige NS-typische Abzeichen, Unterlagen und Symbole.

Das biedermeierliche Ambiente des großbürgerlich eingerichteten Kaminzimmers, des Hauptzimmers im Erdgeschoss des Gebäudes, schafft einen eindrucksvollen und schönen Rahmen für Besucher, für musikalische Veranstaltungen aber auch für standesamtliche Trauungen und zugleich für Kindergeburtstagsfeiern.

Für wechselnde Sonderausstellungen mit besonderen Themen werden Räume freigehalten.

Parkmöglichkeiten:

Parkplatz direkt am Museum, Parkhaus an der Kämperstraße, Kirchplatz vor der Propsteikirche

Aktivitäten:

  • Trauungen
  • Sonderausstellungen
  • Museumspädagogik für Schulen, Kindergärten und Kindergeburtstage
  • Vorträge und Veranstaltungen
  • Führungen durch das Museum und Stadtführungen mit Museumsbesuch

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!