Das neue Theaterprogramm-Heft für die Saison 2010/2011 ist da

Vom Schauspiel bis zur Komödie und von der Operette bis zum Klassiker der Weltliteratur ist alles vertreten.
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Werl dürfen auf Ihr Abonnementtheater stolz sein. Diese beständige Einrichtung der Werler Kulturlandschaft hat sich etabliert. Schaut man zu den Nachbarstädten, so stellt man fest, dass nur in größeren Metropolen die Bewohner auf ein vergleichbares Angebot zurückgreifen können.
Umso bedeutsamer ist es, dass die Theateraufführungen weiterhin so zahlreich besucht werden. Denn nur eine ausreichend große Besucherzahl kann die Aufrechterhaltung des Theaters in Werl sicherstellen.
Das Programmheft liegt jetzt überall aus und Interessierte können ihr persönliches Abonnement zusammenstellen. Man hat die Wahl zwischen einem großen Abonnement
(7 Vorstellungen) und einem Wahlabo (5 Aufführungen).
Weitere Infos erhalten Sie unter Stadthalle Werl, Tel. 02922/973210 Doris Schneider-Eckart.
Und nun ein kleiner Vorgeschmack auf die kommende Saison:
Montag, 18. Oktober 2010, Theatereröffnung, Das Leben des Galilei
Schauspiel von Bertolt Brecht
Ein hochbrisantes Schauspiel, das die Frage nach der moralischen Verpflichtung der Wissenschaft aufgreift. Mit der Entdeckung der Jupitermonde erhält Galilei eine entscheidende Bestätigung dafür, dass sich die Erde um die Sonne dreht und keinesfalls den Mittelpunkt der göttlichen Weltordnung darstellt, wie es die Theologie lehrt. Sehr zum Unmut der Kirche, die an ihrem gängigen Weltbild festhält, macht er seinen sensationellen Befund publik. Von der Inquisition nach Rom zitiert und unter Anordnung der Folter, lässt sich Galilei auf fatale Weise manipulieren.
Donnerstag, 18. November 2010, Die Sternstunde des Josef Bieder
Von Eberhard Streul und Otto Schenk
Theaterkabarett für einen Requisiteur voller Träume und Sehnsüchte. „Die Sternstunde des Josef Bieder“ ist eine Liebeserklärung an das Theater. Voller Witz, Tiefsinn, Melancholie und skurriler Weltsicht. Ein humorvoller Blick hinter die Kulissen des Bühnenbetriebs. Durch unvorhergesehene Umstände gerät er zum König für eine Nacht und schwingt sich mit Hilfe von Technikern und Regieassistenten auf die Bretter, die auch ihm die Welt bedeuten, zu ungeahnten Höhen empor.
Samstag, 18. Dezember 2010, Das Land des Lächelns
Operette von Franz Lehár
Das Land des Lächelns, uraufgeführt 1929, gehört zu den Spätwerken des legendären Operettenkomponisten Lehár. Inspiriert durch den damals berühmten Tenor Richard Tauber komponierte Lehár ein Meisterwerk, das eine kongeniale Verbindung zwischen Musik und Handlung eingeht und sich durch farbenreiche, exotische Klangakzente auszeichnet.
Mittwoch, 9. Februar 2011, Nathan der Weise
Dramatisches Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing
12. Jahrhundert, Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem, der heiligen Stadt der Muslime und Christen, lebt Nathan, ein reicher Jude. Christen töteten seine Söhne, Da nahm er Recha ins Haus, ein Mädchen christlicher Abstammung und erzog es mit Hilf Dajas, einer Christin. Als Nathan von einer Reise zurückkehrte, erfährt er, das Recha beinahe in einer Feuerbrunst umgekommen wäre. Er will dem jungen Tempelherren, der Recha gerettet hat, danken; doch der Christ will mit Nathan nichts zu tun haben.
Dienstag, 22. März 2011, Der Fall Richard Strauss
Schauspiel von Roland Harwood
Richard Strauss, der Held des Stücks, fürchtet nach dem Tode seines Librettisten Hugo von Hofmannsthal nie wieder eine Oper komponieren zu können. Die Noten schwirren in seinem Kopf herum und er fürchtet, an Musik förmlich zu ersticken. Dass Stefan Zweig sich zur Zusammenarbeit bereit erklärt, betrachtet der Komponist als ein Gottesgeschenk. In gemeinsamer Arbeit entsteht die Oper "Die schweigsame Frau", die am 24. Juni 1935 in Dresden erfolgreich uraufgeführt wird.
Montag, 11. April 2011, Eine etwas sonderbare Dame
Komödie von John Patrick
Mrs. Ethel Savage hat sehr viel Geld und damit möchte sie etwas „Sonderbares“ anstellen, nämlich Dinge tun, die sie in ihrer Jugend versäumt hat und auch anderen Menschen zur Erfüllung unnormaler Wünsche finanzielle Hilfe zukommen lassen. Doch ihre Stiefkinder halten die Art ihrer Mutter mit Geld umzugehen für verantwortungslos und lassen sie kurzerhand für „verrückt“ erklären. Doch nach der Einweisung müssen die lieblosen Stiefkinder entsetzt feststellen, dass ihre Mutter das gesamte Geld hat verschwinden lassen. Eine verzweifelte Suche beginnt….
Samstag, 28. Mai 2011, Eine abenteuerliche Kreuzfahrt
Komödie von Maryjane Cruise
Eine gemeinsame Kreuzfahrt auf einer Luxusyacht mit hochkarätigen Passagieren. Der Anlass der Reise: Man feiert den dreißigsten Geburts- sowie den zehnten Hochzeitstag. Margot Maria Paar und Alfred Pfeifer agieren in der Komödie der kanadischen Schriftstellerin Maryjane Cruise in Doppel-rollen. Ihr lockeres, ungekünsteltes, liebenswürdiges Spiel macht den Abend sympathisch. Sie scheinen sich jeweils selbst zu parodieren.
Schon dieser kleine Überblick macht deutlich, wie vielfältig das neue Theaterprogramm ist. Der Weg in die Stadthalle Werl lohnt sich.
Weitere Informationen finden Sie auch auf unseren Seiten Freizeit & Kultur/Theater.
